Suggentaler Silber-Bergwerk ab 12. Jhdt.
Sondierung von Erzgängen und historischen Stollen
Ab April 2011
Geschichte
Zu ungeklärter Zeit im 12. Jahrhundert begann im Suggental der Bergbau. Reiche Vorkommen an Silber und Blei, aber auch Kupfer und Eisen befanden sich in den Erzen, die damals von 10- bis 14-Jährigen von Hand gebrochen und abtransportiert wurden.
Ab 1284 wurde der Erz-Abbau durch Wasserkraft verbessert; ein 15 km langer Hangwassergraben diente der Versorgung. Zwölf Jahre später wurde das Suggental von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Die Dämme brachen und die herabstürzenden Wassermassen überschwemmten die Gruben schlagartig. Die meisten Bergleute und Bewohner des Tales kamen ums Leben. Das Tal blieb der Überlieferung nach für lange Zeit unbewohnbar. Nach der Verwüstung fand der Bergbau nie wieder zur alten Blüte.
1776 – 1789 wurde die Suggentaler Mine von einer Reihe wohlhabender Bürger aus Waldkirch und Umgebung neu betrieben. Durch Misswirtschaft scheiterte das Projekt.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Schwarzwälder Barytwerke GmbH mit Explorationsarbeiten im Suggental. Bis 1938 wurden beträchtliche Mengen an Metallerzen gefördert.
Heute wird der Stollen vom Silberbergwerk Suggental e.V. liebevoll restauriert. Zugleich dient er als Forschungsobjekt des Geologischen Institutes der Universität Freiburg. Bilder

Abb.1: Bergwerks-Arbeiter 1937/38
Link zum Thema:
http://www.silberbergwerk-suggental.de/
Geologie
Die Erzlagerstätte im Suggental ist ein Gangsystem bestehend aus sulfid-reichem Quarz-Schwerspat-Gestein. Diese Erzgänge ziehen sich venenartig durch das Grundgestein, einem Gneiss. Ein solches Venensystem kann entstehen, wenn durch Druck und Hitze in der Tiefe zäh-plastisches Gestein durch Klüfte in der Erdkruste empor gedrückt wird (Intrusion). Bei diesem Prozess werden neue Frakturen in der Erdkruste geschaffen in die hinein sich Wasserdampf entlädt. Derartig entstandene Hohlräume nennt man hydrothermale Gänge. In Ihnen werden bevorzugt Erzminerale abgelagert.
Projektziele
1. Studieren der Geschichte und Geologie des Bergwerkes
2. Erkundung des Bergwerkes unter Führung
3. Sondierung nach noch bestehenden Erzgängen mit Geoelektrischer Widerstands-Tomographie und Induzierter Polarisierung
4. Sondierung nach historischen Stollen-Abschnitten mit Geoelektrischer Widerstands-Tomographie und Induzierter Polarisierung
5. Schlagen von Eisen-/Silbererz; Verhüttung dieser Erze mit traditionellen Methoden: Bau eines Lehmofens.
Vermischte Bilder
