Induzierte Polarisierung (IP)
Methode
Bei dieser Methode wird elektrischer Strom in den Boden entsandt. Dadurch erfährt der Boden eine schwache elektrische Aufladung. Man spricht diesbezüglich vom „Batterie-Effekt“ des Bodens. Wird nun die Stromzufuhr unterbrochen klingt das Stromfeld im Boden ab. Die zeitliche Abnahme dieses Stromes (Chargability) ist vom Material abhängig.
Bei einer systematischen räumlichen Erfassung des Bodens mit elektrischen Strömen, können Materialänderungen anhand unterschiedlicher Chargabilities detektiert werden.
IP erlaubt sowohl flächige Bodenuntersuchungen mit geringer Eindringtiefe (Kartierung) als auch Messungen in große Tiefe (Sondierung).
Dieses Messverfahren wird fast immer synchron mit einer Bodenwiderstands-Messung durchgeführt, bei selber Elektrodenabsteckung.

Abb.01: IP Profil, Messung eines Quarzganges, Triberg
Ausrüstung
Wir benutzen ein Erdwiderstands-Messgerät der Fa. Lippmann mit 100 mA Sendeleistung.
Anwendung
• Rohstoff-Prospektion (Sondierung)
• Archäologie (Kartierung)
