Das Unternehmen Orsay Tobias, Yannick, Akif
Orsay startete 1975 in Deutschland mit 35 Shops und 220 Mitarbeitern . Nach dem zwei Jahre dauernden Bau der Zentrale in Willstätt-Eckartsweier (978-1980) nahm die Anzahl der Shops und der Mitarbeiter von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu. Inzwischen umfasst Orsay mehr als 600 Shops vor allem in Osteuropa und Deutschland und beschäftigt mehr als 4300 Mitarbeiter. 84 % der Mitarbeiter sind in den Shops, 11 % in der Zentrale und 5 % im Lager beschäftigt. Die von uns besichtigte Zentrale in Willstätt-Sand wurde 1992 erbaut und bildet heute zusammen mit der in Bielany (Polen) befindlichen Zentrale die beiden Orsay-Standorte. Zudem gibt es zwei Einkaufsbüros in Shanghai und Hong Kong, welche sich, wie der Name schon sagt, mit dem Einkauf der zu verarbeitenden Stoffe befasst. Bei Orsay arbeiten somit Menschen aus 53 verschiedenen Ländern. Das Durchschnittsalter liegt bei 28 und die Frauenquote beträgt 96 % ! Orsay designt, produziert und verkauft aber nicht nur Frauenbekleidung und Accessoires, sondern bildet auch aus und bietet eine Vielzahl an Studiengängen an. Alles in allem ist Orsay ein familienfreundliches Unternehmen, dass flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und sogar einen eigenen Kindergarten bietet. Vor allem die jungen Leute werden durch BA-Studiengänge gesucht und gefördert. Orsay hat sich über die Jahrzehnte dem knallharten Modemarkt angepasst und ist so stetig gewachsen und konkurrenzfähig geblieben.
Produktion Oliver, Domenik, Jonas
Orsay hat 2 Standorte (Willstätt/Deutschland und Bielany/Polen), 2 Einkaufsbüros (Shanghai und Hongkong) und ca 580 Shops in 23 Ländern. Desweiteren beschäftigt Orsay insgesamt 4.300 Mitarbeiter. Von der Produktion der Ware bis zum Verkauf vergehen etwa 9 Wochen. Die Firma Orsay produziert ihre Vorprodukte in östlichen Ländern, wie etwa in China. Dort wird auf angemessene Arbeitsverhältnisse für die Arbeiter geachtet. Trotz Transportkosten rechnet sich die Produktion in Absatzmarktnähe ( z.B. Deutschland ) nicht. Vor Ort gibt es dann erste Besprechungen über die Produkte. Es werden Dinge wie Passform, Material und Look geprüft. Daraufhin wird entschieden, ob das Produkt auf den Markt kommt oder ob noch Veränderungen vorgenommen werden müssen, sodass den Kundinnen immer stylische, gut-kombinierbare und top geformte Ware geboten werden kann. Jährlich kalkuliert man mit ca. 1000 Aufträgen von 85 Lieferanten. Diese Lieferanten überprüfen regelmäßig die Inhaltsstoffe aller Artikel, was in einer Vereinbarung festgemacht ist, um beste Qualität zum günstigen Preis bieten zu können. Ein weiterer Wert der Arbeit von Orsay ist der schonungsvolle Umgang mit Ressourcen.
Produktionsstätten und Arbeitsteilung Kirill, Daniela, Steffi
Mit anfangs nur 35 Filialen in Deutschland im Jahre 1975, begann das Unternehmen Orsay nach ganz Europa und Asien zu expandieren. Es entstanden neue Filialen in der Schweiz (um 1996) und in Tschechien (1998), sowie in vielen anderen Nachbarländern Deutschlands. Der Expansionsschwerpunkt liegt in Osteuropa, wo 2002 eine Orsay Zentrale in Bielany, Polen, für Osteuropa errichtet wurde. Die Verwaltungszentrale hingegen liegt, wo das Unternehmen auch gegründet wurde, in Willstätt.
Orsay bezieht seine Produkte größtenteils von Lieferanten aus Nordamerika, Europa und Asien, da das Unternehmen selbst über keine Fertigungsstätten verfügt. Die Nähereien befanden sich anfangs nur in Asien, inzwischen gibt es auch europäische Nähereien, die für Orsay arbeiten.
Standort Willstätt Amelie, Sophie, Philipp
Der Modeartikelhersteller Orsay ist ein Tochterunternehmen einer französischen „Modefamilie“. Demnach sind auch die Eigner des Unternehmens französisch. Gegründet wurde Orsay 1975. Die Verantwortlichen wollten mit der Gründung von Orsay die französisch-deutsche Kooperation stärken, nachdem ursprünglich im Wesentlichen Mitarbeiter französischer Herkunft angestellt waren, dann im Laufe der Zeit aber zunehmend auch Deutsche eingestellt wurden. Folglich wurde der Beschluss getroffen, dass man auf deutscher Seite ein weiteres Unternehmen errichten und damit die „Modefamilie“ ausbauen wollte. Als Gründungsstandort hat man sich für den Ort Willstätt entschieden, welcher auch die Zentrale des Unternehmens darstellt. Die Gründe waren vielfältig, die zwei bedeutendsten Faktoren waren wohl wahrscheinlich, zum einen, die gute geografische Lage, da Willstätt nahe der deutsch-französischen Grenze liegt, und zum anderen, konnte man zu sehr attraktiven Konditionen in Willstätt sesshaft werden. In Willstätt hat Orsay sowohl die Geschäftsführung, als auch die Personalabteilung.
Bis vor einigen Jahren war auch das Warenlager noch in Willstätt untergebracht, dies hat man jedoch nach Polen verlegt, weil Polen zentraler bezüglich des Marktes liegt. Außerdem, und das hat sicherlich auch große Bedeutung, erweist sich Polen als Lagerstandort wesentlich günstiger, da in Polen geringere Löhne zu zahlen sind. Nichtsdestotrotz erweist sich Deutschland als guter Standort, denn man hat in Deutschland politische und wirtschaftliche Stabilität und trifft ebenso auf eine sehr gute Infrastruktur.
Marke und Produktpalette Sarah, Katharina,und Elisa
Am Mittwoch, den 16. November besichtigte der Erdkunde Kurs von Herrn Mahler Hauptstandort der Marke Orsay im Industriegebiet von Willstätt/Sand.
Zur Marke lässt sich sagen, dass es ein sehr junges Unternehmen ist, das heißt das Durchschnittsalter bei 28 Jahren liegt und es zudem einen sehr hohen Frauenanteil gibt (96%). Diese Geschäftsidee soll vor allem Frauen in Führungspositionen bevorzugen. Außerdem ist Orsay weit verbreitet, es gibt zur Zeit 580 Shops in 23 Ländern. Für diese Shops wird sowohl in Asien als auch in Europa produziert!
Orsay hat eine weitreichende Produktpalette die jedoch nur auf Frauen zugeschnitten ist. Sie produzieren alle Arten von Bekleidung, wie Damenoberbekleidung, Schmuck, Schals und manchmal auch Schuhe, hinzu kommen noch alle Arten von Accessoires, wie Schmuck, Taschen und Gürtel. Diese Produkte werden immer auf bestimmte Themen ausgerichtet, die die heutige Frau besonders ansprechend finden könnten. Zudem gibt es eine bestimmt Zielgruppe auf die die Produktpalette zugeschnitten wird.
Alle Shops werden individuell ausgestattet, damit sie den jeweiligen Typ vor Ort ansprechen können.
Absatzmärkte und Kunden Simon, Lisa und Kathrin
Am Anfang gab es die Modekette Orsay nur in Deutschland. Heute hat Orsay weltweit 600 Shops, in inzwischen 23 Ländern. Der größte Absatzmarkt befindet sich in Deutschland, auf Rang 2 liegt das Nachbarland Polen. Dies ist kein Zufall denn Orsay expandiert stark in den Osten. Es gibt Läden in der Ukraine, Slowakei, Lettland, Moldawien, Estland, Russland und Tschechien. In den typischen Modeländern, wie Frankreich oder Italien findet man Orsay nicht, die Marke Orsay wurde dort nicht angenommen.
Um die Kundinnen in die Geschäfte zu locken, hat sich Orsay etwas ganz besonders ausgedacht: Orsay entwickelt für jede Zielgruppe eine eigene „Julia“. Julia ist eine imaginäre Zielkundin, mit der man die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen analysiert. Für die junge berufstätige Mutter mit 34 Jahren entwirft man andere Kleidung als für den 17 Jährigen Teenager.
Die Trendscouts in London geben den Designern die Info, was morgen in sein wird und diese Infos werden an die Zielkundin Julia angepasst, so versucht man den größtmöglichen Umsatz zu erzielen.
Die Mode von Orsay ist preiswert und auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Mit „Julia“ wollen die Marketingstrategen neue Absatzmärkte erschließen.
Die Zukunft wird zeigen ob das Konzept langfristig erfolgreich sein wird.
Situation der Textilindustrie Jan, Friedrich, Timo
Das in Willstätt gegründete Textilunternehmen Orsay schließt als Groß- und Einzelhändler die gesamte Produktionskette von der Herstellung einzelner Textilien bis zum Verkauf fertiger Kleidungsstücke ein.
Angesichts der Globalisierung, die auch in der Textilbranche eingesetzt hat, musste Orsay sein Lager nach Polen verlegen und die Produktion seiner Kollektion Richtung Osten (Asien) verschieben, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Genauere Ursachen für diese Verlagerung waren Kostenaspekte in Anbetracht einer Umsatzschwäche und der Nachfrage des Kunden nach preiswerter Mode, wofür billigere Herstellungskonditionen vonnöten sind. Betroffen von dieser Umstellung waren vor allem die deutschen Arbeitskräfte, die infolge des Bedarfs an billigeren Arbeitskräften unter einem Personalabbau an den deutschen Standorten litten.
Durch diese Unternehmensexpansion in über 23 Länder zählt die Firma, die mittlerweile 53 Nationalitäten integriert, rund 600 Shops und 4300 Arbeiter. Dabei beträgt der Frauenteil unter Berücksichtigung aller vertretenen Ländern 96%, was wahrscheinlich auf die Spezialisierung von Orsay auf Frauenmode zurückzuführen ist. Dementsprechend konnten sich im Unternehmen bereits zahlreiche Frauen in Führungspositionen etablieren.
Obwohl eine kontinuierliche Verbindung zwischen den Unternehmensstandorten und lange Transportwege bis zum Hauptmodemarkt Europa erforderlich sind, lohnt sich Deutschland als Produktionsstandort im Zentrum der EU laut Unternehmensführung nicht. |