„LOVE IS A REVOLUTIONARY“, schrieb ein Künstler an die Wand eines Hinterhofes im Quartier Laiterie von Strasbourg. Dieses ist Eines der verschiedenen Werke der Austellung „Perffusion“, die in der Woche vom 19. - 25. September ausgestellt wurden.
Am Freitag, den 23. September fuhren wir, also der BK-Leistungskurs von Frau Murr, mit den Fahrrädern nach Strasbourg und wurden dort von Toni erwartet, der „Perffusion“ schon seit langem organisiert und über alle Werke Bescheid weiß.
Die Austellung ist über das gesamte Viertel verteilt, und so man kann an allen Ecken Graffitis, Skulpturen und andere skurrile Kunstwerke entdecken und bewundern.
Da die Künstler zum Teil noch an ihren Werken gearbeitet haben, nahmen sie sich netterweise die Zeit, uns ihre Arbeiten zu erklären. Natürlich alles auf französisch.
So sprayt der Eine mit grellblauer Farbe das Wort „Ragoo“ an die Wand, und unterstreicht es, sodass aussieht wie ein Hyperlink. Dasselbe Wort befindet sich an verschiedenen Stellen der Austellung, und es immer wieder zu finden ist wie ein Spiel, erklärt der Künstler. Zwei Frauen haben aus vielen Stoffteilen Pyjamas für Mülleimer, Fahrradständer etc. genäht und verteilen sie auch über das gesamte Viertel. Oben auf einem Dach sind Maler dabei, das Profil eines Mannes an die Wand zu malen. An einem Spielplatz werden kleine Beete angerichtet und mit Kreide etwas an die Wand geschrieben. Das Besondere dabei ist die Unbeständigkeit, denn die Kreide kann jederzeit von Regen etc. weggespült werden. Dies und vieles mehr kann man sich dort anschauen.
Ziel ist es, das Viertel schöner zu machen, auch für die Bewohner. Wir begegneten also an allen Ecken und Enden einer Mischung aus Künstlern, Bewohnern und auch ein paar merkwürdigen Gestalten, denn die Laiterie ist nicht gerade das Vorzeigeviertel Strasbourgs. Dennoch war es eine schöne Erfahrung und es hat sich definitiv gelohnt, dort hinzugehen.
Als Kontrast gingen wir danach ins „Musee d’Art Moderne“ und schauten uns dort für kurze Zeit eine Ausstellung an, bevor die eine Hälfte von uns wieder nach Kehl zurückfuhr und die Andere noch ein bisschen in Strasbourg blieb.
Leslie Ospelt |